Die Kultur des Gebens und der WiG-Gewerbepark

Interview mit der Soziologin Vera Araujo

Logo_Scuola_Edc_Loppiano_ridWie unsere Leser vielleicht wissen, ist der WiG-Parcours eine Schulung zur Vertiefung für Unternehmer und Mitarbeiter des WiG-Gewerbeparks und der Einwohner von Loppiano/Florenz („Stadt der Geschwisterlichkeit“). Sie steht auch Interessenten aus benachbarten Regionen offen, die seit Anfang 2012 regelmäßig an diesen Kursen teilnehmen.

Am 15. Oktober fand die fünfte Begegnung dieser Schulung im Gewerbepark Lionello Bonfanti statt. Referentin war die brasilianische Soziologin Vera Araujo. Als Zeitzeugin der ersten Stunde der WiG forscht sie über die „Kultur des Gebens“.

Laura Di Francesco hat sie für uns interviewt.

Welche Verhaltensweisen muss man erlernen, um wirklich Träger einer Kultur des Gebens zu werden?

Im Wesentlichen drei: In erster Linie den Respekt gegenüber dem anderen, der darin besteht, dass der andere für mich genauso wichtig ist Vera_Araujo_rid_dxwie ich für ihn. Der Respekt vereinigt alle Talente, alle Ressourcen, alle Fähigkeiten und alle Schwächen die jemand einem anderen gegenüber aufweisen kann. Zweitens die Gabe und die Kultur des Gebens; das bedeutet das Teilen miteinander, sprich die Bildung einer Gemeinschaft unter allen Mitarbeitern im Gewerbepark, deren Auftrag die glaubwürdige Darstellung der Wirtschaft in Gemeinschaft ist. Mit Glaubwürdigkeit meine ich, nach außen sichtbar zu machen, dass eine Wirtschaft existiert, die Gemeinschaft ist. Drittens: Aus den Schwierigkeiten Chancen zu machen.

Wie erklärt sich das Interesse an solchen humanen Werten, gerade heute und nicht früher?

Weil heute die Gesellschaft ein Netz von Institutionen und Strukturen aufgebaut hat, die zwar einerseits eine große Hilfe für ihre Entfaltung darstellen, andererseits aber zu einer Falle werden können – und sie sind es faktisch geworden –, ein Stahlmantel, der die Menschen daran hindert, ganzheitlich Mensch zu werden, weil ihnen Rhythmen aufgezwungen werden, die ihre persönlichen Möglichkeiten überfordern und nur schwer durchzuhalten sind. So entsteht eine Sehnsucht nach einer humaneren Gesellschaft, das heißt, einer Gesellschaft mit einem anderen Rhythmus, mit einem anderen Blick, mit einer anderen Mentalität. Es geht um einen Humanisierungsprozess, der durch die Anforderungen einer fast unmenschlich strukturierten Gesellschaft entsteht.

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