„Wirtschaft in Gemeinschaft“ aus der Sicht der Beschenkten

Aus Brasilien, der Wiege der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ (WIG), kommt die wahre Geschichte einer der vielen Familien, die aus einer aussichtslosen Armutssituation befreit wurde.

Veröffentlicht in focolare.org

151228 taguatinga

Es beeindruckt und beruhigt, dass es in der Welt nicht nur Ausbeutung und rücksichtslose Vertretung der eigenen Interessen gibt. Es gibt auch Unternehmer, wie die der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ – etwa tausend weltweit – , die nicht nur Gewinne erzielen, um das Unternehmen zu festigen und auszubauen, sondern die gleichzeitig auch nach der ‚Kultur des Gebens‘ leben, wie es das Projekt der WIG vorsieht: ein weiterer Teil des Gewinns kommt armen Menschen zugute und ein dritter Teil wird dazu genutzt, um die neuen Generationen in dieser ‚Kultur des Gebens‘ auszubilden.

Socoro und Gomes, aus Taguantinga (Brasilien), haben sechs Kinder, als der Vater aufgrund seiner Alkoholprobleme die Arbeit verliert..

Um die Familie ernähren zu können, arbeitet Socoro stundenweise als Putzfrau, aber der Verdienst ist gering und die Kinder bleiben sich selbst überlassen. Der Älteste gerät in die Drogenszene. Hier greift zum ersten Mal die Hilfe der Fokolar-Bewegung: der Junge bekommt einen Platz in der Fazenda da Esperança, einer Einrichtung für Drogenabhängige, die sich an der Spiritualität der Fokolare orientiert.

Doch die Familie hat weitere Probleme. Da sie nicht mehr in der Lage ist, die Miete zu bezahlen, riskiert sie, auch die winzige und unzureichende Wohnung zu verlieren. Ihre fatale Lage kommt der WIG aus der Region zu Ohren. Diese prüft den Fall genau und bietet der Familie einen Kredit an, um die Miete nachzahlen zu können. Den Kredit können sie dann mit der Zeit wieder abbezahlen. In der Zwischenzeit hat Gomes einen kleinen Handel mit Gasflaschen begonnen, doch auch hier macht der Alkohol einen Strich durch die Rechnung. Es ist wirklich eine harte Zeit für Socoro und Gomes und ihre Kinder. Zu den finanziellen Problemen kommt auch eine tiefe Beziehungskrise hinzu. Schließlich erleidet Socoro auch noch einen Herzinfarkt.

Als sie kein Licht mehr am Horizont entdecken, wird Socoro eine feste Arbeitsstelle angeboten als Hausangestellte bei einem Kardinal, der sie regulär anstellt und einen gerechten Lohn zahlt. Eines Tages besucht der Kardinal sie zuhause und hat ein wichtiges Gespräch mit Gomes, der daraufhin beschließt, eine Entziehungskur zu machen und sein Leben zu ändern.

In der gleichen Zeit besuchen zwei Mitglieder der WIG-Kommission die Familie, um die Wohnverhältnisse zu überprüfen. Daraufhin werden sie in ein Programm aufgenommen, das sich innerhalb der WIG um die Wohnungsprobleme von armen Familien kümmert. „Als ich das gehört habe – bekennt Socoro – war ich zutiefst berührt. Ich hatte den Eindruck, Gott selbst gibt uns diese wunderbare Möglichkeit.“ Die Wohnung wurde saniert und erweitert. Viele Mitglieder der Fokolar-Bewegung haben dabei mitgearbeitet, manche von 5.30 früh bis 7 abends. Heute hat die Wohnung ein Wohnzimmer, ein Bad, das Elternschlafzimmer, ein Zimmer für die Mädchen und eines für die Jungen.

In einer solchen Wohnung zu wohnen, gibt den Menschen ihre Würde zurück. Gomes ist inzwischen geheilt, er ist ein anderer Mensch. Die beiden ältesten Mädchen haben ein Stipendium für die Universität bekommen. „Als ich sah, mit welchem Eifer meine beiden Töchter studierten, habe ich auch die mittlere Reife nachgemacht.“ Seit 38 Jahren hat er nicht mehr gelernt, aber er will es schaffen. Er überwindet die Scham, als älterer Mann wieder die Schulbank zu drücken unter lauter jungen Leuten. Und er schafft es, unter den ersten 200 zu sein und bekommt eine Arbeit als Bankangestellter.

Folgen Sie uns:

Rapporto Edc 2017

Rapporto Edc 2017

DOKUMENTEN HERUNTERLADEN

DOKUMENTEN HERUNTERLADEN

Le strisce di Formy!

Le strisce di Formy!

Conosci la mascotte del sito Edc?

Wer ist online

Aktuell sind 1360 Gäste und keine Mitglieder online

© 2008 - 2018 Economia di Comunione (EdC) - Movimento dei Focolari
creative commons Questo/a opera è pubblicato sotto una Licenza Creative Commons . Progetto grafico: Annette Löw - webmaster@edc-online.org.

Please publish modules in offcanvas position.

Diese Website verwendet Cookies, auch von Drittanbietern, um die Nutzung zu erleichtern. Wenn Sie diesen Hinweis schließen, stimmen Sie der Verwendung der Cookies zu.