Markenzeichen: Weg von der Straße

Vom Risiko der Straffälligkeit zum Risiko eines Unternehmens. Überraschender Bericht aus Brasilien.

von Paolo Lòriga

Aus "Economia di Comunione - una cultura nuova" n.33 - Inserto redazionale allegato a Città Nuova n.13/14 - 2011 - luglio 2011

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Ihr Stand lag etwas außerhalb und doch drängten sich davor die Teilnehmer  der internationalen Generalversammlung der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ in der Mariapoli Ginetta (Siedlung der Fokolar-Bewegung) in der Nähe von San Paolo/Brasilien. Hier werden Damenhandtaschen, Westen und kleinere Accessoirs verkauft.

Die handgearbeiteten Produkte mit modernem, originellem  Design sind aus alten Jeansresten gefertigt, aus Lederabfällen und  Segeltuch von ausrangierten Lastwägen, also auch umweltfreundlich und darüber hinaus von Jugendlichen hergestellt, die von der Straße kommen.

Die Marke trägt den Namen „Von der Straße“ und gehört zu einem Unternehmen der „Wirtschaft in Gemeinschaft“, das sich seit April im Gewerbepark der Mariapoli Ginetta angesiedelt hat. Was sich anhört wie eine „soziale Initiative“ ist ein sehr erfolgreiches Unternehmen.

Die zehn jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die gerade erst volljährig geworden sind, kommen aus dem Slum Jardin Margarida, 30 Kilometer südlich von San Paolo. „Das hier ist mehr als ein einfacher Betrieb“, erzählt Divani, „wir helfen uns gegenseitig. Was wir hier machen, ist Gruppenarbeit, mehr noch, wir sind eine Familie, die zusammen gehört und zusammen hält. Jeden Tag beginnen wir mit dem Wort des Lebens, das aus dem Evangelium gegriffen ist. So überwinden wir alle kleinen Schwierigkeiten, die im Laufe des Tages auf uns zukommen“.

Hinter der Firma steht João Bosco Lima de Santana, ein Unternehmer, der sich in Italien auf Taschenherstellung spezialisiert hat. Er hat bereits als Jugendlicher die Spiritualität der Einheit von Chiara Lubich kennen gelernt und war fasziniert davon.

Als er Pater Renato und sein Haus für Straßenkinder erlebt fasst er einen Entschluss: „Ich will meine fachliche Kompetenz in den Dienst dieser Jugendlichen stellen, damit sie einen Beruf erlernen können“. Gesagt, getan.
Den ersten Platz in seinem Betrieb haben sie, die jungen Leute. „Es geht nicht um den Umsatz, sondern um sie und die Qualität des Produktes“.

Die Besucher des Standes helfen mit. Eine Anfrage kam bereits von der Elfenbeinküste. Dort soll eine ähnliche Firma entstehen (übrigens ist der Betrieb in der Mariapoli Ginetta bereits eine Tochterfirma. Der erste Betrieb wurde in Recife eröffnet.). Die „Jugendlichen für eine geeinte Welt“ haben über die Genossenschaft Equiverso einen Export der Taschen nach Italien in die Wege geleitet und nach jüngsten Meldungen soll auch in Deutschland eine Zusammenarbeit organisiert werden.

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