Belgien: Präsentation der WiG vor 320 Wirtschaftsstudenten

Ein Nachmittag unter dem Motto „Wirtschaftsstil des Gebens“

Von Elisabeth Simoen

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Im Zeichen der Wirtschaft in Gemeinschaft stand der 5. Februar 2013 für 320 Studenten des Abschlussjahrgangs der Kath. Thomas-Morus-Hochschule für Managment in Malle (belgische Region Kempen). „Kann die gegenwärtige Krise uns kalt lassen?“ Von dieser Frage ausgehend wurde übergeleitet zu den Erfahrungen über den Beginn der Fokolar-Bewegung,- in der später die WiG entstand,- in einer weit größeren Krise, dem 2. Weltkrieg: Chiara Lubich und ihre Begleiterinnen entschieden sich damals radikal nach dem Evangelium zu leben und jeden Nächsten zu lieben, vor allem die Ärmsten: in gleicher Weise lasse sich heute die Krise bewältigen, wenn wir gemeinsam verstehen, wie wir eine Plattform für eine gerechtere Wirtschaft schaffen können.

Das Programm sah nach einigen interessanten Ideen von Studenten zur Kultur des Gebens 130205_Belgio_04_ridim Plenum 15 Workshops vor, von „Experten“ geleitet, die in ihrem Alltag und Beruf engagiert leben und die Kultur des Gebens umsetzen, darunter mehrere WiG-Unternehmer, ein Gefängnisdirektor, ein Wirtschaftsprüfer, der Direktor einer psychiatrischen Klinik, ein Personalberater, eine ehrenamtlich engagierte Mutter... Jeder brachte sich mit der Aussage ein: in jedem Augenblick des Lebens kann ich mich entscheiden, Gutes zu tun, angefangen bei den kleinen Dingen, wie dem Versuch, die Kollegen zu lieben, oder Entscheidungen im Familienleben zu treffen, bis dahin einen Teil des Unternehmensgewinns in die Wirtschaft in Gemeinschaft zu geben. Die Studenten waren überrascht, so viel Grundsätzliches in den täglichen Entscheidungen zu finden, aber sie konnten auch sehen, wie ohne eine solche Entscheidung in unseren individuellen Handlungen die Ego-Kultur Einfluss auf jeden Schritt des Lebens nimmt.

130205_Belgio_06_ridAm Ende des Nachmittags stellten einige junge Teilnehmer das  Genfest Budapest 2012 mit dem Projekt  Together 4 Peace, vor, durch das in Belgien über 100 Jugendliche in Friedensprojekten engagiert sind, zum Beispiel einem Musical mit Akteuren verschiedener Sprachen und Religionen, mit Kindern von Sinti und Roma... Die Aussage: um an einer geeinten Welt zu bauen, muss man nicht warten, bis man im Berufsleben angekommen ist, man kann jeden Augenblick anfangen. Die Aufforderung an alle Anwesenden, gemeinsam mit der Kultur des Gebens anzufangen, von den kleinen Handlungen bis zu den großen, wurde nach einem überraschtem Erstaunen mit Applaus aufgenommen.

Einige Reaktionen: “Sicherlich sind das nicht Themen, die man jeden Tag hört, aber ich habe gespürt, dass eine Wahrheit in diesen Dingen liegt“. - „Es ist schwierig, bedingungslos zu geben. Wie lernt man zu geben, ohne etwas zurück zu erwarten?“  -  “Sage mir Dein Geheimnis: weil ich sehe, dass Ihr realisierte Menschen seid, deshalb will auch ich so leben.”

Ein wirklich reicher Nachmittag, an dem klar wurde, dass die Kultur des Gebens und die Wirtschaft in Gemeinschaft mehr sind als caritative Wohltätigkeit gegenüber Armen, und dass die Welt einer besseren Zukunft entgegengehen wird, wenn sie dieses umzusetzen weiß.

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