Bretagne: Eine intensive Gemeinschaftserfahrung im Sozialdorf St. Joseph

Einzigartig in Frankreich: Unternehmer und Bedürftige bekennen miteinander, dass eine neue Welt möglich ist.      

Von Chantal Grevin

120331_Village_St_Joseph_02_ridDer 31. März im Village St. Joseph, Bretagne beschloss eine Serie von Veranstaltungen, die in Frankreich anlässlich der 20-Jahr-Feierlichkeiten der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ organisiert worden waren. Eine einzigartige Erfahrung  in Frankreich: Die beiden „Hauptakteure“ der Wirtschaft in Gemeinschaft, Unternehmer und Bedürftige bezeugten zusammen, dass eine neue Welt möglich ist…

Das Sozialdorf St. Josephöffnet seine Türen für alle, die eine Pause machen müssen, für Menschen in Einsamkeit, Familien, Gruppen am Rande der Gesellschaft. Sie alle finden Aufnahme in unterschiedlicher Form: für einige Monate, eine Woche, man trifft sich auch für einige Stunden, macht hier einen Einkehrtag oder findet sich ein zum Beten.“
Das Projekt wird von einer Gruppe von lokalen Vereinigungen getragen.

Zur Begegnung  vom 31. März kamen 130 Personen: Bewohner von St. Joseph, Mitglieder der Fokolar-Bewegung, Freunde und Bekannte, die die „Wirtschaft in Gemeinschaft“ kennenlernen wollten, darunter der Generalvikar der Diözese Saint Brieuc. Dort fühlte sich jeder in einem Klima von Gemeinschaft eingetaucht und wurde beschenkt,- mehr als er gegeben hatte. Auch die Forscher der Wirtschaft in Gemeinschaft waren anwesend, mit Dr. Anouk Grevin, einem Wirtschaftsdozenten und einer afrikanischen Doktorantin.

Nach einer kurzen Vorstellung der Wirtschaft  in Gemeinschaft durch José und Chantal Grevin (frz. WiG-Kommission) ergriffen die Unternehmer der Wirtschaft in Gemeinschaft das Wort: Philippe Picard, Xavier Charon, Jean-LouisIrene Plot und Jean-Guy Thomas, legten ein echtes, tiefes Zeugnis von ihrem Betriebsalltag ab. Durch Beiträge aus dem Publikum vertieften das: Bernard N. aus dem Dorf St. Joseph: „Heute habe ich mich mit dem Unternehmen versöhnt. Für mich hieß es immer, dass man den Eigentümern Druck machen solle. Heute bin ich echt und ganz davon geheilt worden, das möchte ich bezeugen.“

Das Mittagessen in der Sonne (wie im Programm vorgesehen) bot Gelegenheit für einen tieferen Austausch ohne jegliche Barrieren. Jeder teilte mit, 120331_Village_St_Joseph_01_ridwas er im Tiefsten Inneren lebte. Die anschließende Tour durch das Dorf trug dazu bei das konkrete Leben der Bewohner kennen zu lernen. Sie zeigten ihre Arbeiten: in Mosaik, Keramik, Gartenanbau und Viehzucht. Ihre Wohnungen sind organisiert wie „Fokolar-Gemeinschaften“, in der Kapelle finden sich die Bewohner zum täglichen Gebet ein.

Die Gegenwart Jesu war an diesem Ort spürbar, das war an den Gesichtern derer abzulesen, die besonders schwierige Situationen in ihrem Leben durchgemacht hatten (Alkohol, Drogen, Psychatrie, Leben auf der Straße und Obdachlosigkeit). Sie zeigten sich verändert durch dieses neue Leben mit Gott, den sie hier in diesem Dorf entdeckt haben. Sie erzählten von ihrem Leben, der Hölle, der sie entkommen waren und wie sie hier die Gegenwart Jesu ganz konkret erfahren durften. Viele berichteten von verschiedenen Entzugstherapien und Nachkuren, dass sie es aber nie lange durchhalten konnten. Hier aber konnten sie leben, „ohne den Entzug zu spüren“, und sie bekennen, dass Jesus sie gerettet hat. Zwei von ihnen werden in Kürze getauft.

Es ist schwer zu beschreiben, was diese Zeugnisse bei den anderen ausgelöst haben. „Die Liebe kreiste unter allen“, sagt Chantal Grevin. „In den kleinen Gruppen, in die wir uns aufgeteilt hatten, konnte jeder mit jedem diese Atmosphäre der Gemeinschaft leben. Wir durften erfahren, was das Herz der Wirtschaft in Gemeinschaft ist: Die Gegenseitigkeit der beiden äußersten Punkte der Kette der Wirtschaft in Gemeinschaft, die Unternehmer und die Bedürftigen haben sich viel zu geben. Es war eine Kette, die alle mit sich zog, egal in welcher Situation jeder sich befand, wie ein einziger Strom. Weil jeder das gab, was er hatte, wurde jeder beschenkt. So waren wir „ein Herz und eine Seele“ und sangen gemeinsam den Lobgesang Magnifikat von Maria (Die Mächtigen stürzt er von Thron, er lässt die Reichen leer ausgehen…).“

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