Von -15 bis +35: WiG allerorten…

Ereignisreiches WiG-Wochenende USA, Kamerun, Kroatien

von Antonella Ferrucci und Maja Calfova

120204-05_Faro01_ridEs war ein besonderes Wochenende an dem gleichzeitig bei der ONU in New York die Botschaft der Jugend von Sao Paolo (WiG Vollversammlung 2011) beim Zusatzprogramm der UN-Konferenz zur Ausrottung der Armut präsentiert wurde, sodann in Duala/Kamerun der erste einer Reihe von Begegnungen der WiG-Delegation mit Universitäten dieses großen Landes in Afrika begann und schließlich startete in der Fokolaresiedlung Mariapoli Faro das Treffen der erweitereten WiG-Kommissionen Osteuropas (4./5. Februar).

Mit einem sibirischen Schneesturm und einem Rudel Wölfen, das die Siedlung umkreisten, war das Klima sicher besonders in Faro: Trotz der Kälte waren Teilnehmer mit dem PKW aus Bulgarien, Österreich und Serbien gekommen.

Am Vormittag präsentierten sich alle: aus Slowakei, Tschechische Republik, Rumänien, Österreich, Serbien, Ungarn, Slowenien, 120204-05_Faro05_Presentazioni_ridKroatien, Bulgarien und es zeigte sich, dass die Krisenepoche hohe Erwartungen an die WiG schürt. Nach einem Gesamtbericht über die WiG-Vollversammlung vom Mai 2011 in Brasilien berichteten einige, die dort teilgenommen hatten, was sich für sie geändert hatte. So sagte Ferenc aus Ungarn: „Die ersten 20 Jahre WiG waren nicht meine, doch die nächsten sind es mit Sicherheit! Es lohnt sich, sein Berufsleben einer Wirtschaft in Gemeinschaft zu widmen.“

In fünf programmatischen Punkten skizzierte Luigino Bruni die Entwicklung der WiG in den nächsten 20 Jahren um 2031 auf rund 30.000 WiG_Betriebe weltweit zu kommen, trotz unserer noch kleinen Zahl, unseren Schwächen.

1. Den Glauben daran stets erneuern, dass die WiG als andere Wirtschaftsform realisierbar und nicht nur ein Traum ist. Je mehr wir daran glauben, desto überzeugender sind wir. Mit zu viel Skepsis bleiben wir ohne Hoffnung.

2. WiG ist keine Utopie mehr (= ortlos). Wir müssen die vorhandene, oft noch kleine WiG-Realität in den Regionen nach Kräften unterstützen, aber Chiara Lubich hat uns einen „dritten Weg“ vor Augen gestellt, der die Wirtschaft insgesamt anders versteht und anders handeln lässt.

3. Aber den Samen nicht mit dem Baum verwechseln: die 840 bestehenden WiG-Betriebe derzeit sind gleichsam erst der Same, den es zu pflegen gilt, damit daraus der Baum wachsen kann; sich nicht zufrieden geben mit dem, was bereits erreicht ist, sondern engagiert weitergehen im Blick auf das Ziel der WiG.

120204-05_Faro04_Luigino_rid4. Der Same muss sterben, sonst bringt er keine Frucht: Franz von Assisi hörte die Worte des Herrn: „Bau meine Kirche wieder auf!“ und verstand es zunächst wörtlich für die Ruine von St. Damian, bis er sah, dass es um die Kirche als Ganzes ging. Ähnlich hat WiG ein Ziel weit über die Fokolar-Bewegung hinaus. Unterstützten bislang weitgehend Angehörige der Fokolar-Bewegung als WiG-Unternehmer andere aus der Bewegung, die in Not waren, müssen wir in den nächsten Jahren zusehen, dass unsere Erfahrungen konkret beitragen zu einer neuen Wirtschaftsform: es geht um eine kulturelle Dimension für die gesamte Menschheit! Wir müssen uns durch konkretes Engagement in der Zivilgesellschaft vernetzt mit anderen als „Salz“ oder „Hefeteig“ für das Gemeinwohl einsetzen. Denn eine geeinte Welt ist nur mit den anderen zu erreichen, indem wir unserem charismatischen Ansatz ernsthaft um neue Strukturen ergänzen (Werke, zivile Organisationen usw.) in konkreter Kooperation mit allen, die sich für die gleichen Ziele einsetzen, im Mikrofinanzwesen, im Eine-Welt-Handel, in ethischen Unternehmen, in der Sozialwirtschaft etc. Wir wollen uns in den Dienst der Sache und der anderen stellen.

5. Berufungen zur WiG fördern: Viele Menschen sind ernsthaft auf der Suche und wir müssen auf sie zugehen. Diesen großen Schatz dürfen wir ihnen nicht vorenthalten, selbst wenn diese Menschen kein „Ohr für Spirituelles“ haben; sie spüren aber eine große Berufung für diese Art Wirtschaft. Deshalb müssen wir die WiG allen präsentieren und viel von den Leuten verlangen. Denn fitte Leute faszinieren radikale Lebensentscheidungen. Wenn unsere Message anspruchsvoll ist, stoßen wir auf entschiedene und fähige Leute, verkünden wir hingegen leichte Sachen, werden Leute dieses Kalibers nicht mitmachen.

Die Gruppenarbeit am Nachmittag machte deutlich, wie sehr die Tagung für diesen Teil der Welt Gründungscharakter hatte.

Hier Luigino Bruni anhören

siehe photogallery

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