Philippinen: 25 Jahre Wirtschaft in Gemeinschaft

Zum 25jährigen Bestehen der 'Wirtschahft in Gemeinschaft' findet vom 25. bis 29. Mai auf den Philippinen ein internationaler Kongress statt, der per Internet von vielen Ländern aus mitverfolgt werden kann. Ein 'Fest der Geschwisterlichkeit.

Veröffentlicht in Focolare.org am 28/05/2016

160523 24 Manila Youth Forum 16 ridAm 29. Mai 1991 lancierte Chiara Lubich in Sao Paolo, Brasilien, die Wirtschaft in Gemeinschaft (WiG). Sie sah die großen sozialen Unterschiede im Land, deutlich sichtbar durch die Ausbreitung der Favelas wie Dornenkronen um die Wolkenkratzer der Metropolen. So kam ihr die Idee, die recht bald Unternehmer und Arbeitnehmer, Studenten und Wissenschaftler, Reiche und Arme miteinbezog.

Für Luigino Bruni, den derzeitigen Koordinator des Projektes, sind die Armen bis heute im Mittelpunkt der WiG: „Es ist unmöglich zu vergessen, wie oft Chiara Lubich mir gesagt hat: „Vergiss nie, dass die Wirtschaft der Gemeinschaft für die Armen entstanden ist.“ 

Heute haben wir die moralische und geistliche Verpflichtung, den Armen und Ausgeschlossenen wieder den Zugang zum wirtschaftlichen, politischen und sozialen System zu ermöglichen.“ 

Die Armen sind die ersten Zeugen der enstehenden Fokolar-Bewegung in Trient, als 160523 24 Manila Youth Forum 17 ridChiara Lubich und ihre Freundinnen mitten im Krieg und ohne selbst viel zu besitzen, sie an ihren Tisch einluden und mit ihnen teilten, was sie hatten.
Dieselbe geistliche und materielle Mahlgemeinschaft charakterisiert heute auch die Akteure der WiG, die ihr wichtigster Aktivposten sind: eine Gruppe von Personen mit einer gemeinsamen Sicht der Welt und der Wirtschaft, die Armut und Ungleichheit bekämpft. Die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Unternehmen finden in den Unternehmern der Gemeinschaft ihren Bezugspunkt.

Ausdruck dieser 25 Jahre der WiG ist ein internationaler Kongress in Tagaytay (Manila) in den Philippinen unter dem Titel: „Wirtschaft in Gemeinschaft, eine Wirtschaft für alle“. Vom 25. bis 29. Mai 2016 ziehen die 250 Teilnehmer Bilanz und diskutieren über die Strategie auf Weltebene für die nächsten Jahre:
160525 29 Tagaytay Panasian Congress 20 rid

ein internationales Netzwerk von Strukturen zur Unternehmensförderung Jungen Unternehmern soll Raum und Ressourcen in den Gewerbeparks der WiG gegeben werden
Einrichtung einer Messstelle der Armut, damit ihre Bekämpfung immer zentral bleibt in der WiG und um die Peripherien besser zu identifiziere
Einrichtung weiterer Lab-Schools, Einrichtungen, die besonders Jugendlichen berufliche Ausbildungsmöglichkeiten bieten.

Asien ist nicht zufällig als Ort für dieses internationale Treffen gewählt worden.Hier finden sich Züge, 160525 29 Tagaytay Panasian Congress 19 riddie denen von 1991 in Brasilien ähneln. Es gibt noch Reichtümer, Jugendliche und Unternehmergeist. Der Zusammenhang zwischen den Reichtümern und der Armut ist offensichtlich. Die WiG lebt, solange sie beide in Kontakt miteinander bringt. In 15 Jahren wird das BIP Asiens doppelt so hoch sein wie das der Vereinigten Staaten und Westeuropas. Die Zukunft der Welt wird also stark davon abhängen, welche Art von Wirtschaft sich in Asien entwickelt. Hier das 25 Jährige Bestehen der WiG zu feiern bedeutet anzuerkennen, das ihre Zukunft in Asien entscheidend sein wird.“ So Luigino Bruni.

Gleichzeitig zum Kongress in den Philippinen finden weitere Begegnungen in verschiedenen Teilen der Welt statt. Samstag, 28. Mai, um 21.00 Ortszeit Manila wird es eine interaktive Internetschaltung geben mit Bolivien (Interamerikanische Schule für Unternehmer), Italien (Gewerbepark Lionello Bonfanti, Loppiano), Mexiko (Begegnung für Unternehmer in Puebla), Slowakei (Treffen der Unternehmer aus Tschechien und der Slowakei). Zudem werden an der Übertragung Gruppen der WiG aus Brasilien, der Elfenbeinküste, Guatemala, Madagascar, Panama, Portugal, Russland, Spanien und Uganda teilnehmen. Ein wahres Silberhochzeitsfest für die WiG. Luigino Bruni: „Es geht auch um eine Hochzeit. In einer Welt, in der die Fähigkeit zu feiern fehlt, scheint die WiG das Brot zu sein, das sich auf wunderbare Weise für die Armen vermehrt, aber auch das Wunder des Weines für die Armen und alle, das Wunder des Festes der Geschwisterlichkeit.

PRESSESTELLE: Pressemitteilung – 27. Mai 2016 – Eine Wirtschaft für alle, Arm und Reich


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