Ukraine: Seminar für Wirtschaftsstudenten

Die „Ukrainian Academy of Banking“ hat in Zusammenarbeit mit der Sozialakademie „Caritas in Veritate“ Studenten aus dem Osten und Westen des Landes die „Wirtschaft in Gemeinschaft“ vorgestellt.

Von Mykhaylo Melnyk

150202 07 Sumy 01 ridEs ist für ukrainische Studenten ziemlich ungewöhnlich, sich mit Studenten anderer Universitäten zu treffen. Dieses Seminar vom 2.-7. Februar war also eine gute Gelegenheit, um sich in der Stadt Sumy mit Studenten aus allen Regionen der Ukraine zu treffen und die kulturellen Unterschiede in einem freundschaftlichen Klima der Zusammenarbeit und gegenseitigen Hilfe anzugehen. Das wichtigste Ergebnis dieses Wirtschaftsseminars war dieses interkulturelle Zusammenkommen aus allen Regionen der Ukraine.

Es versteht sich von selbst, wie wichtig es in diesem schwierigen Augenblick, 150202 07 Sumy 02 ridin dem im Land bewaffnete Konflikte ausgetragen werden, ist, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich als Freunde, nicht als Gegner zu erfahren.

42 Studenten waren nach Sumy gekommen, die meisten hatten angegeben, sich mit dem Thema der Veranstaltung: „Values in Economy and Business“ bereits befasst zu haben, doch am Ende der Vorlesungen und Workshops waren sie von den innovativen Inhalten überrascht und mitgerissen.

Das Seminar fand in der Ukrainian Academy of Banking statt und wurde von Prof. Petrushenko mit einer Vorlesung zum Thema: „Ethik in der Welt der Firmen und Betriebe“ eröffnet.

150202 07 Sumy 03 ridCristian Loza Adaui von der Friedrich-Alexander Universität von Erlangen hat die Vorlesungen fortgesetzt mit einer Einführung in die Soziallehre der Kirche als Grundlage für die „Wirtschaft in Gemeinschaft“. Das Thema: „Die menschliche Person als Business des Business“, hat die Studenten überrascht. Der Referent hat ein anderes Bild des Business aufgezeigt, aus einer menschlicheren und sozial verantwortbaren Sicht. Am Tag darauf befasste er sich mit konkreten Fallbeispielen seiner Theorie.

Auch der Beitrag der philippinischen Unternehmerin Teresa Ganzon, fand große Aufmerksamkeit. Sie berichtete von ihrer Arbeit als Direktorin der Bangko Kabajan, einer Agrargenossenschaftsbank, die auf der ’Kultur des Gebens’ und den Prinzipien der ’Wirtschaft in Gemeinschaft’ aufgebaut ist. Die jungen Ukrainer waren erstaunt, dass es einer  Bank nicht um den größtmöglichen Profit geht, sondern um am Wohl des Kunden.

Prof. Tatiana Vasylieva, hat über sozial verantwortete 150202 07 Sumy 07 ridBetriebsführung im ukrainischen Kontext gesprochen und Vertreter von Banken und Versicherungen aus Sumy zu einem offenen Gespräch mit den Studenten eingeladen. Sie berichteten von positiven wie von negativen Erfahrungen und waren sich alle darüber einig, dass die Hindernisse, die sich einer sozial verantworteten Betriebsführung in der Ukraine entgegen stellen, nicht unüberwindlich sind. Die Diskussion verließ schnell den rein wirtschaftlichen Sektor und weitete sich aus auf die gegenwärtigen großen Konflikte des Landes.

Jeden Tag fanden Arbeitsgruppen statt zu kleinen Projekten, die sich an sozialer Verantwortung, ethischen Grundlagen und Werten der Betriebsführung orientierten. Am letzten Tag wurden die Ergebnisse im Plenum vorgestellt, wobei es vor allem um eine interessante Analyse der Gegensätze zwischen der traditionellen profitorientierten Wirtschaft und einer verantworteten Wirtschaft ging, die auf ethischen Grundlagen und der Sorge um das Allgemeinwohl aufgebaut ist.

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