Nicht nur die Bank- und Finanzwelt, auch die christlichen Charismen gestalten Europa mit - Den Schwachen und Randgruppen eine Stimme geben

Es ist an der Zeit, dass auch die christlichen Bewegungen und Gemeinschaften sich in die wirtschaftlichen Geschichte Europas einschalten. Vom 6. - 8. März laden sie ein zu einer Arbeitstagung im norditalienischen Loppiano. Eine Etappe auf dem Weg des „Miteinander für Europa“. Anmeldeschluss ist der 15. Februar.

Von Giustino Di Domenico

veröffentlicht in: Città Nuova am 04/02/2015

Poverta 02 ridEiner echten prophetischen Vision gelingt es, die Zeichen der Zeit zu erkennen sowohl in Kriegen und Konflikten als auch in den unscheinbaren Keimlingen des Friedens.
Als der Weg der internationalen Initiative „Miteinander für Europa“ mit dem ersten großen Kongress 2004 Fahrt bekam, zeigten sich bereits die ersten Anzeichen eines Konfliktes in der Ukraine und auch die Ursachen für die Terroranschläge im Herzen von Paris gehen sicher schon soweit zurück. Und nicht zuletzt hat auch die größte Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit schon in diesen Jahren ihre Vorzeichen. Mit der Jahrtausendwende begann ein neuer Kult um das goldene Kalb. Papst Franziskus wird nicht müde, diese neue Vergötterung des Geldes anzuprangern und richtet dabei den Blick auf die Armen, die als erste unter den Auswirkungen zu leiden haben.

Auf diesem Hintergrund hat die Initiative einiger katholischer und evangelischer Gemeinschaften besondere Bedeutung: Vom 6.- 8. März laden sie unter dem Titel „Unterwegs zu einer Wirtschaft für das Gemeinwohl” nach Loppiano (Florenz) ein.
Wie immer recht deutlich drückt Luigino Bruni aus, dass es „noch eine andere Stimme als die der Europäischen Zentralbank braucht. In den Wirtschaftsministerien braucht es Franzsikaner, Fokolare, Menschen, die sich vor allem um die Letzten unserer Gesellschaft kümmern... Wir müssen unsere Stimme zugunsten der Gratuität erheben. Diese Stimmen sind in den letzten Jahrzehnten vollständig verstummt. Eine Wirtschaft ohne Seele, ohne Charismen, die in der Lage sind, auch die Armen, die Bedürftigen mit einzubeziehen, hat keine Zukunft.

Was können die christlichen Gemeinschaften heute auf wirtschaftlichem Gebiet beitragen? Bruni unterstreicht: „Zu Beginn des Jahrtausends haben wir den Weg des „Miteinander für Europa“ zusammen mit Chiara Lubich begonnen. Nach 15 Jahren gemeinsamen Weges haben wir einander kennen gelernt und spüren, dass dieses Miteinander ein Ziel, eine Ausrichtung hat: FÜR eine andere Art des Wirtschaftens, FÜR eine andere Art, Politik zu machen. Jetzt ist der Moment gekommen, dass wir dazu unsere Stimme erheben.

Diesmal geht es also nicht um eine Begegnung, um einander kennenzulernen oder um der reinen geistlichen Schulung willen. Logo T4E LoppianoZiel ist, „uns an Brüssel zu wenden mit unserem ganz spezifischen Beitrag“. Ausgangspunkt war eine Begegnung 2012 in München, bei der sich Experten und Interessierte aus dem Bereich der Wirtschaft aus verschiedenen Ländern trafen. Sie beschlossen eine gemeinsame Arbeitstagung, bei der der besondere Beitrag der Charismen auf dem Gebiet der Wirtschaft vertieft und gemeinsam herausgearbeitet werden soll.

Zu den Initiatoren der Tagung in Loppiano gehören die Gemeinschaft Johannes XXIII., die Schönstatt-Bewegung, die Fokolare, der CVJM München und die Vineyard-Gemeinschaft von Brüssel. „Nach 15 Jahren gemeinsamen Weges ist jetzt der Moment gekommen, etwas zu sagen. Nicht nur die Banken und die Finanzwelt haben etwas zu sagen, es braucht auch den Beitrag von unten, den Beitrag der Solidarität, um allen eine Stimme zu geben: Auch den Armen und denen, die aus der Gesellschaft ausgeschlossen sind“.

Nach vielen Beiträgen und Diskussionen über die Bedeutung der Wurzeln Europas soll die Begegnung in Loppiano ins Licht rücken, dass man die Qualität des Baumes an seinen Früchten erkennt. Unmöglich, die Identität Europas zu begreifen, ohne den Beitrag eines Benedikts, eines Dominikus, eines Franziskus und den der sozialen Charismen zu würdigen. Bruni, der internationale Koordinator der Initiative „Wirtschaft in Gemeinschaft“ der Fokolar-Bewegung, betont: „Das neue Europa, das aus dieser Krise hervorgeht, braucht – damit es ein gutes Europa werden kann – den Beitrag der modernen Charismen, die auch die Sprache der Wirtschaft sprechen.“

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