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José Celso Becca: Großzügig säen

Samstag, den 25. Februar 2012, gaben die Bewohner der Fokolare-Siedlung „Ginetta“ und viele Leute aus Vargem Grande/Sao Paolo und aus Salto José Celso Becca, „Becca“, ihr letztes Geleit

von Adriana Mendes


Jose_C__Becca_ridWer war José Celso Becca, der Mensch, Unternehmer, Familienvater, Ehegatte, Sohn, Bruder und Freund,an den wir heute erinnern möchten?

Der ist ein Verrückter wie ich. Wenn er mit seinem Lächeln auch verkaufen kann, sind wir aus dem Schneider. Er ist ein guter Mensch, intelligent, ehrbar, engagiert. Er wohnt hundert Kilometer von unserem Gewerbepark entfernt, hat eine Arbeit, eine Frau, fünf Kinder und kann nicht nein sagen… weil es um die Wirtschaft in Gemeinschaft geht.“

So beschrieb der französische WiG-Unternehmer Francois Neveux in seinem Tagebuch 1994 die Begegnung mit Becca, als er ihn zur Mitarbeit an seinem verwegenen Unternehmen im brasilianischen Gewerbepark Spartaco einlud, das sich später zur Firma „Rotogine“ entwickelte. Auf seine Einladung ging Becca wohlwollend und großzügig ein. Neben Neveux und vielen anderen war Becca einer der WiG-Pioniere weltweit.

1958 in Sao Paolo geboren, lernte Becca die Fokolar-Spiritualität 1981 kennen, ein Jahr vor seiner Hochzeit mit Maria Aparecida, mit der er fünf Kinder aufzog. Als Maschinenbauingenieur im Ruhestand arbeitete er weiter, denn Arbeit war für ihn nicht nur Familienunterhalt, sondern auch ein Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Deshalb engagierte er sich mit äußerster Professionalität und einem ungemeinen Sinn für Ethik und Effizienz. Zahllose Beileidsbekundungen zu seinem Tod bezeugen seine „schlichte und großherzige Liebe“ und „konkrete Aufmerksamkeit“.

Einige Auszüge: „Er kämpfte für seine Ideale,  für die Familie, für den Mitmenschen, für Verantwortung und Ehrbarkeit“. foto_BecaCorrado Martino, seinerzeit mit Ginetta Calliari Verantwortlicher in der Siedlung, erinnert sich: „ Mir bleibt sein Zeugnis eines unverbrüchlichen Glaubens an Gottes Liebe und ihre sichere Vorsehung, auch dann, wenn die menschliche Vernunft sich den augenscheinlichen Tatsachen ergeben musste. So war es mit dem Start von ‚Rotogine‘, der mit Francois Neveux gegründeten Firma, die Ausgangspunkt für den WiG-Gewerbepark Spartaco war, als Zeichen dieser großen Inspiration von Chiara Lubich.“ (Das Foto zeigt Becca als 4. von rechts neben Francois Neveux vorne). 1995 schrieb Becca an Chiara: „Seitdem Du die WiG gegründet hast, versuche ich keine Gelegenheit zu verpassen, Dein Projekt tiefer zu verstehen. Ich bin inzwischen überzeugt, dass etwas Großes entstehen wird, das die Welt verändert… Ich setze mein Leben für die Wirtschaft in Gemeinschaft in Brasilien ein und in der ganzen Welt. Ich kann Dir sagen, dass ich mich heute als ‚Wirtschaft in Gemeinschaft‘ verstehe.“

Becca hat nicht nur für die WiG gelebt, er wusste sie auch zu lassen und als Gabe anzubieten, damit andere sie voranbringen können.  Als ein Gesellschafterwechsel bei Rotogine anstand, sollte er die Firma verlassen. Er tat dies mit Demut, ohne das geringste Zeichen von Unmut, wie Armando Tortelli berichtet, Vorsitzender der Brasilianischen Gesellschaft für die Wirtschaft in Gemeinschaft. Becca war überzeugt, dass das im Sinne Gottes war, und das war ihm das Wichtigste.

In der Zeit seines vollen WiG-Einsatzes, bat er Chiara Lubich um ein persönliches Schriftwort als Leitlinie für sein Leben. Sie wählte für ihn einen Satz aus dem zweiten Korintherbrief: „Wer mit vollen Händen sät, wird auch mit vollen Händen ernten.“  All die Bezeugungen in diesen Tagen bestätigen uns, dass dieses Wort sich in Beccas Leben wiederspiegelt.

110525_Rotogine_01Eustáquio Rosa hat einige Jahre mit ihm in Brasilien zusammengearbeitet: „Ich danke Gott für diese Zeit mit Becca, er war stets achtsam auf die kleinen und großen Taten konkreter, brüderlicher Liebe. Mit all seinem Engagement für die Menschen, denen die Hilfen der WIG zu Gute kamen, denke ich, wird er im Himmel freudig aufgenommen und sich neben denen wiederfinden, deren Leben ebenfalls von diesem Charisma der Einheit erhellt wurde.

Beccas schnell sich verschlimmernde Krankheit, akute Leukämie, und sein Weggang kam für alle unerwartet: von einem einfachen Halsweh über einen entzündeten Lymphknoten in ein Spezialzentrum bis hin zur Todesmeldung verging gerade mal eine Woche! Sicher werden wir noch vieles über diesen wundervollen Menschen entdecken, aber kaum all das Gute zusammentragen können, das er gesät, gelebt und aufgebaut hat.

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